Tag 577: Immer Ärger mit dem Pilgerwagen

Fortsetzung von Tag 576:

PENG!

Mit einem kurzen Krachen löste sich die Bremse und der Wagen preschte plötzlich ungehindert nach vorne. Paulina geriet ins Stolpern, denn auf dem sandigen Boden fanden ihre Füße nicht den nötigen Halt, um den Wagen aus eigener Kraft zu bremsen. Hätte Heiko nicht einen Meter vor ihr gestanden um ihr Hilfestellung zu geben, wäre sie zweifellos gestürzt und von ihrem Wagen überrollt worden. So stolperte sie jedoch in seine Arme und Heiko schaffte es gerade noch sie aufzufangen. Er stoppte sie und mit ihr auch den Wagen, wobei er sich jedoch die rechte Schulter verriss.

„Tobi! Schnell, komm her!“ rief er, „Ich kann ihn nicht halten!“

So schnell ich konnte warf ich meinen Rucksack zu Boden (ganz vorsichtig natürlich, denn es befand sich ja eine Kamera darin), lief die Böschung wieder hinauf und hielt den Wagen seitlich fest. Dann führten wir ihn zu dritt langsam weiter nach unten, bis er schließlich neben unseren beiden auf der Straße war. Erleichtert atmeten wir aus. So heikel die Situation gerade auch war, mehr Glück hätten wir damit kaum haben können. Wäre das ganze irgendwo in der Mitte auf dem Hang passiert, hätten wir den Wagen kaum bergen können. Die letzten drei Meter ohne Bremse waren schon eine Herausforderung. Der komplette Hang wäre schier unmöglich gewesen.

Zunächst gingen wir davon aus, dass Paulina das gleiche passiert war, wie vor einiger Zeit Heiko. Damals war das Bremsseil durch die dafür vorgesehene Aufhängung gerutscht. Diesmal mussten wir jedoch feststellen, dass das Problem weit größer war. Die Bremse war an der linken Seite komplett aus der Fassung gebrochen. Reparieren konnten wir sie nicht mehr. Hätte Paulina nicht noch eine Ersatzbremse mitgebracht hätten wir nun vollkommen im Aus gestanden. Wir hatten es zwar von dem steilen Pfad herunter geschafft, standen aber noch immer mitten im Gebirge. Vor und lag ein Tal, in das es locker noch einmal vierhundert Höhenmeter hinunter ging. Ohne funktionierende Bremse war das unmöglich. Und selbst wenn, dann hatten wir gerade einmal dieses Tal gemeistert. Doch in den kommenden Monaten würden unzählige weitere hinzukommen.

Wir waren fassungslos. Selbst, bei Heikos oder meiner Bremse hätte das nach eineinhalb Jahren nicht passieren dürfen, aber bei einem so neuen Modell wie dem von Paulina? Wie konnte es sein, dass ein Wagen, der mehr als 1000€ kostete, derartige Sicherheitsrisiken barg? Langsam fragten wir uns, was wir von der Ursprungskonstruktion überhaupt noch übrig hatten. Die Deichseln brachen, die Achse brach, die Bremse brach, die Wagenaufhängung riss. Sogar den Aufbau hatten wir selbst noch einmal verstärkt. So dankbar wir Ben für die Wagen auf der einen Seite waren, da sie uns unseren Lebensstil überhaupt erst möglich machten, so entsetzt waren wir auf der anderen Seite auch darüber, wie vielen Gefahren er uns durch die oft fahrlässigen Konstruktionen immer wieder aussetzte. Wie oft hatte unsere Reise schon am seidenen Faden gehangen, weil der Wagen unerwarteter Weise seinen Geist aufgegeben hatte? Und jedes Mal war es die reine Fügung der Schöpfung gewesen, dass wir noch einmal mit einem blauen Auge davon kamen. Einmal befand sich zufällig die wahrscheinlich einzige Schlosserwerkstatt von Spanien mit Rohren in exakt der Stärke unserer Achsen in unmittelbarer Nähe. Ein anderes Mal stolpern wir zufällig in eine Industrienäherei, die genau die Gurtbänder herstellt, die wir für unsere Wagenaufhängung benötigen. Und dann wiederum bekommen wir einen Ferienhausvermieter, dessen bester Kumpel eine Werkstatt hat, in der er uns neue Steckachsen bauen kann. Ohne die Unterstützung von Hans und Heikos Vater hätten wir eh längst verloren, denn mit den alten Aluminiumdeichseln wären Strecken wie die heutige einfach unser Todesurteil gewesen. So groß auch unsere Begeisterung darüber ist, dass es Firmen, wie die von Ben gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Wanderern, Nomaden und Pilgern das Reisen mit einem Pilgerwagen zu erleichtern, so sehr bedauern wir jedoch, dass dabei an so entschiedenen Stellen am Material gespart wird. Natürlich ist es schön, wenn ein Wagen leicht ist, aber ist es nicht noch schöner, wenn man sich in einer Gefahrensituation auch darauf verlassen kann? Natürlich sollte man es nicht übertreiben, aber tatsächlich ist der Wagen ja sogar als Pilgerwagen ausgeschrieben und auf unserer ganzen Reise haben wir nirgendwo schwierigere Wegstrecken gehabt wie auf den Pilgerwegen nach Santiago, Fátima, Rom und Assisi. Auch die Strecke von heute hätte so ohne Probleme Teil des Jakobsweges sein können. Ok, ohne den Baum vielleicht. Aber ein Pilgerwagen sollte doch in der Lage sein, einem Pilger auf seinem Weg zu folgen. Wenn das nicht der Fall ist, wenn der Wagen nur auf Straßen fahren kann und man ihn ansonsten in einem Gepäckwagen ans Ziel bringen lassen muss, dann könnte man sich den Wagen ja auch gleich ganz sparen. Oder sehe ich das falsch? Klar, unsere Wagen sind natürlich besonders voll und werden über einen langen Zeitraum beansprucht, doch genau zu diesem Zweck haben wir sie ja auch gekauft. Da stellt sich doch die Frage, ob es wirklich gut durchdacht ist, in einen solchen Wagen Deichseln und Achsen aus dünnem Aluminium und eine Bremse aus Plastik zu bauen. Ein schönes Design reicht leider nicht aus, wenn man ansonsten Bauteile verwendet, die eigentlich für Spielzeugkarren gedacht sind. Unweigerlich drängten sich die verschiedensten Horrorszenerien in unsere Köpfe. es hatte bereits so viele Situationen gegeben, in denen wir uns zu 100% auf das Bremssystem unserer Wagen verlassen mussten. Einige Male, hing vielleicht sogar unser Leben davon ab. Doch dieses Vertrauen war nun endgültig gebrochen, genau wie die Kunststoffaufhängung der Bremse. Wenn es hart auf hart kam, konnte alles passieren und dass wie heute am Ende doch alles gut ging, lag nicht an der Wagenkonstruktion, sondern daran, dass unsere Reise unter einem wirklich guten Stern stand. Wir können nur hoffen, dass das auch weiterhin der Fall ist. Eine Ersatzbremse haben wir noch, aber danach wird es eng.

Der Schotterweg führte leicht bergab, war jedoch flach genug, dass Paulina auch ohne Bremse die Kontrolle über den Wagen halten konnte. Kurz darauf erreichten wir ein winziges Dörfchen, das eigentlich eher eine Alm mit vier kleinen Häusern war. Hier lebte ein einzelner Mann, der uns bereits von weitem erspäht hatte. Als wir auf ihn zugingen um ihn nach Wasser zu fragen, kam er uns bereits entgegen und bot uns als aller erstes einen Schnapps an. Dann erklärte er uns den weiteren Weg. Gerne hätten wir hier auf der Alm übernachtet, doch der Mann hatte bereits sein Doppelmessermähwerk mit frischenm Sprit gefüllt und es sah aus, als würde er jeden Moment loslegen, die idyllische Almstimmung zu zerstören. Darüber hinaus hatten sich bereits wieder unzählige Grillen und Zirpen auf den kahlgeschorenen Wiesen angesiedelt, die für sich alleine schon etwas mehr Lärm verursachten als angenehm war. Schade eigentlich, wenn man bedachte, was für ein Paradies dieser Platz war.

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Der Weg blieb kiesig und führte uns in flachen Serpentinen weiter den Berg hinab. Es war gerade flach genug, dass Paulina den Wagen handeln konnte. Dann erreichten wir ein kleines Waldstück, in dem es genug Platz zum Zelten gab. Heiko und ich bauten unser Zelt auf, während sich Paulina um ihr eigenes kümmerte. Weit kam sie damit jedoch nicht. Der Boden war steinig und hart und die Heringe wollten einfach nicht so hineingleiten, wie sie es ihnen auftrug. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus. Die ganze Anspannung des Tages und die Panne mit dem Wagen brachen über ihr zusammen. Sie wurde gleichzeitig Wütend und Verzweifelt, warf ihren Hering aufs Zelt und musste erst einmal eine Runde spazieren gehen.

„Was mache ich hier eigentlich?“ fragte sie Hoffnungslos, als wie wieder zurück gekehrt war. „Ich habe das Gefühl, dass einfach alles falsch ist, was ich mache, sage oder auch nur denke. Seit ich angekommen bin höre ich von euch nur, was an mir alles nicht stimmt. Ihr sagt ich bin zu langsam, zu faul, zu unstrukturiert, zu dick, meine Haut ist zu kaputt und was weiß ich nicht noch alles! Egal was ich mache, ihr habt etwas daran auszusetzen. Ich habe das Gefühl ich kann nichts richtig machen egal wie sehr ich es auch versuche!“

„Paulina!“ sagte Heiko, „erinnerst du dich noch, worüber wir gestern Abend gesprochen haben? Es ist richtig, dass du aus unseren Worten nur Kritik hörst aber das hat nichts mit dem zu tun, was wir dir sagen. Das ist es, was wir die ganze Zeit versuchen, dir zu erklären. Dein ganzes Leben schon hast du das Gefühl, dass du nicht richtig bist. Das hat jeder von uns, weil wir es ja bereits als kleine Kinder eingeredet bekommen. Wir können noch nicht einmal krabbeln und schon wird über uns geurteilt. Du bist zu schwer oder zu leicht, du isst nicht genug, du schreist zu viel und so weiter. Dieses Gefühl steckt einfach tief in dir drin. Solange du in der Gesellschaft warst, konntest du es gut verdrängen, weil du dich immer mit allem möglichen ablenken konntest und weil du dir ein System erschaffen hast, in dem du leben konntest ohne je zu merken, wer du überhaupt bist. Das geht nun nicht mehr. Du bekommst gespiegelt wer du wirklich bist. Nicht nur von uns, sondern auch von deinem Wagen, von den anderen Menschen hier, von den Tieren und sogar vom Wetter. Alles weist dich auf deine Lebensthemen hin, ob das jetzt der verlorene Wasserbeutel ist oder die schreienden Jugendlichen die nachts mit dem Auto auf dein Zelt zufahren. Aber das ist alles vollkommen Ok! Das Problem ist nur, dass du nicht sehen willst, was du da siehst. Du hast ein Konzept davon, wer oder was du bist und du merkst gerade, dass das nicht stimmt. Das hat nichts mit Paulina zu tun, sondern ist ein Bild, das du erfunden hast. Aber die echte Paulina hat sich durch ihre bisherige Lebensweise einfach mal komplett selbst zerstört, hat sich ins Burnout getrieben, so dass sie nun mit den kleinsten Ansträngungen überfordert ist, hat aufgrund von unterdrückten Gefühlen ihr Darmsystem zerstört, so dass ihr Bauch aufgedunsen ist und sich aufgrund ihrer Verhungerungsangst einen Schutzpanzer angefressen, der ihr nun als überflüssiges, zelluliteverursachendes Fett an den Beinen und am Hintern hängt. Sie hat ihr Herz solange ignoriert, dass es nun über die Durchblutungsschwächen und die Besenreißer deutlich zeigt, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie hat nie gelernt, effektiv oder strukturiert zu sein und merkt nun, dass sie Stunden für einen Handschlag braucht, dass sie mit ihrer Zeit vorne und hinten nicht hinkommt, nichts davon umsetzen kann, was sie gerne möchte und dass sie alles verliert und verschlampt, was nicht angetackert ist. Sie hat sich nunmal so in ihren Glaubensketten verstrickt, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und sie hat ihr eigenes Gedächtnis so blockiert, dass sie sich an nichts mehr aus ihrer Vergangenheit erinnert und selbst Dinge vergisst, die vor zwei Minuten gesagt wurden. Das alles ist Fakt. Wir können nichts dafür, wir haben das nicht verursacht und haben uns diese Themen nicht für dich ausgesucht. Das warst du alleine. Wir weisen dich lediglich darauf hin, damit du lernen kannst, damit umzugehen. Doch du nimmst all unsere Worte als Angriff war. Aber das liegt nicht an uns, sondern daran, dass du dich selbst dafür verurteilst. Du wertest dich deswegen ab, nicht wir. Wir lieben dich so wie du bist und wir wissen auch, dass all diese Dinge einen Grund und einen Sinn haben. All das ist nicht schlecht, Paulina, es ist das Resultat von Entscheidungen, die du irgendwann in deinem Leben getroffen hast. Und diese Entscheidungen hast du aus einem guten Grund getroffen, denn nur dadurch konntest du überleben. Die Symptome zeigen dir, dass es an der Zeit ist, nun neue Entscheidungen zu treffen und darum sind diese Symptome wichtig und hilfreich. Aber du hasst sie. Du hasst dich selbst dafür, dass sie da sind. und deshalb fühlst du dich so schlecht. Aber Paulina, so kommst du nicht weiter. Wie willst du etwas lernen, wenn du den Ist-Zustand nicht annehmen kannst?“

„Keine Ahnung!“ fauchte die Trotzstimme aus Paulina heraus, „Ich will das ja, aber ich kann es nicht! Ich habe keine Ahnung wie ich das alles ändern soll und ich fühle mich komplett überfordert! Ihr sagt immer, was ich alles nicht kann und wenn ich etwas ändere, dann mach ich es noch schlimmer!“

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„Genau das ist der Punkt, Paulina,“ sagte Heiko, „Du willst nichts ändern oder lernen! Du willst etwas geändert oder gelernt haben! Das ist ein Unterschied. Du hast das Gefühl, dass du ein schlechter Mensch bist, weil du Zellulitis hast und unstrukturiert bist. Deswegen willst du nichts davon hören sondern gleich die Lösung haben. Du bist wie ein Schulleiter, der sagt, ‚an meiner Schule gibt es nur Problem, die wir lösen können, alle anderen existieren nicht! Deswegen haben wir auch keine Drogenprobleme und kein Mobbing!‘ Aber darum geht es ja nicht. So funktioniert es einfach nicht. Ein Alkoholiker der nicht für sich selbst anerkennt, dass er ein Alkoholiker ist, wird seine Sucht niemals loswerden können. Er muss erst verstehen, dass er süchtig ist und dass der Alkohol einen guten Zweck erfüllt. Denn ohne ihn wäre er schon längst gestorben. Erst wenn er sich nicht mehr dafür schämt, dass er an der Flasche hängt, sondern aus vollem Herzen dazu steht, kann er auch etwas ändern. Aber du schämst dich so sehr, dafür wer du bist, dass du wie eine kleine Katze fauchst und kratzt, wenn dir jemand helfen will. Aber das geht so nicht! Wir helfen dir wirklich gerne und wir verstehen deine Themen auch, deswegen können wir ja auch so viel von dem Hinnehmen, was du gerade machst. Aber du kannst nicht deine ganze innere Wut auf uns projizieren. Irgendwann musst du anfangen zu verstehen, dass sie in dir ist und dass wir nicht deine Feinde sind. Wir haben dich wirklich gerne bei uns, aber auf diese Weise produzierst du Unfrieden in unserer Herde und das geht auf Dauer nicht gut. Verstehst du das? Deshalb müssen wir dich auf deine Themen hinweisen, denn sonst brodeln sie unter der Oberfläche und machen sowohl dich als auch uns kaputt. Das können wir nicht zulassen.“

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„Ich glaube ich verstehe es zum Teil!“ sagte Paulina und begann wieder damit ihr Zelt aufzubauen. Die Wut war verflogen, doch die Hoffnungslosigkeit und ihr Tiefgefühl waren noch immer da.

Nachdem wir die Bremse wieder repariert hatten, setzte ich mich mit dem Solarsegel raus an den Weg um noch etwas Strom abzuzapfen. Der einzige sonnige Platz befand sich an einem kleinen Steinbruch etwas außerhalb des Waldes. Gerade hatte ich ein paar Sätze geschrieben, da hörte ich hinter mir ein Rascheln im Gebüsch. Ich drehte mich um, konnte aber nichts erkennen, da das Rascheln von oberhalb der Abbruchkante kam. Ich schrieb weiter, wurde aber sofort wieder von einem Rascheln unterbrochen. Irgendjemand war da hinter mir und er war definitiv größer als eine Maus oder ein Singvogel. Da war es wieder! Diesmal ein bisschen weiter rechts. Ich schaute nach oben und sah plötzlich einen Rotfuchs, der ganz gemütlich aus dem Unterholz spazierte. Er war von der Schnauze bis zur Schwanzspitze gute 1,60m lang und nahm überhaupt keine Notiz von mir. Er schien diese Route jeden Abend entlangzugehen, so wie ein Mensch bei einem Einkaufsbummel. Nur das der rote Freund hier nach Mäusen und nicht nach Schnäppchen Ausschau hielt. Er schlich einmal um die Abbruchkante herum nach unten und stand schließlich hinter einem großen Grasbüschel. Erst jetzt bemerkte er, dass ich hier war. Vorsichtig schaute er hinter dem Büschel hervor und schnellte dann sofort wieder zurück. Dann schaute er auf der anderen Seite wieder vorbei und ging wieder sofort in Deckung. Das ganze wiederholte er noch drei Mal. Dann musste ich lachen.

„Du brauchst keine Angst haben!“ sagte ich, „Ich habe dich eh längst gesehen und ich werde dir nichts tun!“

Doch der Fuchs war sich da nicht so sicher. Er nahm die Beine in die Hand und war wie ein geölter Blitz wieder im Gebüsch verschwunden. Wenige Minuten später kam Paulina mit unserer Outdoor-Küche und setzte sich neben mich um zu kochen.

„Ich habe dir doch von den Gefühlsketten erzählt“, sagte ich, „also davon dass sie sich sowohl im kleinen im Minutentakt als auch im Großen über mehrere Tage hinweg durch unser Leben ziehen. Ich glaube das ist gerade auch wieder so ein Moment. Gestern warst du an dem Punkt an dem Wut deine Tagesstimmung war und heute bist du einen Schritt weiter. Soweit ich es in Erinnerung habe folgt dann die Hoffnungslosigkeit, oder?“

„Das stimmt!“ sagte sie.

„Ich glaube, dass wir alle diese Phasen durchmachen. Deswegen gibt es auch Tage, an denen wir uns über alles aufregen und andere an denen uns alles kalt lässt. Ich glaube es ist eine wirklich große Chance, dass du das beobachten kannst. Dadurch kannst du anfangen dich wirklich gut zu verstehen.“

Spruch des Tages: Immer Ärger mit dem Pilgerwagen

 

Höhenmeter: 50 m

Tagesetappe: 18 km

Gesamtstrecke: 10.242,77 km

Wetter: bewölkt und regelmäßig heftige Regengüsse

Etappenziel: Zeltplatz hinter einem Maisfeld, Rogačica, Serbien

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