tolino shine – kompakte Reisebibliothek im Test

Eine komplette Bibliothek für unterwegs.

Früher war es unmöglich, als Langzeitreisender ausreichend Lesestoff mitzunehmen, denn Bücher wiegen einfach eine Menge. In Zeiten der eBooks hat sich dies zum Glück geändert. In unseren Augen ist das die vielleicht beste Erfindung, die unsere moderne Zivilisation überhaupt zustande gebracht hat. In unserem Reisegepäck befindet sich eine Bibliothek mit mehr als zweihundert Büchern zu den verschiedensten Themenbereichen. Nur so sind unsere Recherchen und Forschungsarbeiten überhaupt möglich. Und das Beste ist, alle zusammen wiegen nicht mehr als ein einziges Buch aus Papier, denn sie befinden sich alle auf unserem eBook-Reader. Der Tolino wiegt gerade einmal 183g und hat mit seinen Abmessungen von 175mm x 116mm x 9,7mm lediglich die Größe eines normalen Taschenbuchs. Seine Technik ist einfach, er gibt keine Farbe wieder und man darf ihn nicht mit zu schnellem Blättern der Seiten überlasten, doch seine Aufgabe ist ja auch nicht die eines Tabletts, sondern lediglich die eines Buches. Und diese Aufgabe meistert er hervorragend. Einmal aufgeladen hällt der Akku mehrere Wochen lang und ermöglicht es einem so, auch in Regionen und Zeiten mit schlechter Stromversorgung immer etwas zum Lesen dabei zu haben. Ein Tablett muss hingegen meist schon nach einem einzigen Tag wieder geladen werden.
Der Bildschirm des Tolino hat eine Diagonale von 6″ und ist mit einem Infrarot-Touchscreen ausgestattet. Durch ihn kann man die Seiten durch antippen umblättern und mit den üblichen Touchscreen-Gesten vergrößern, verkleinern und bewegen. Tolino-intern kann man Bücher mit einer Gesamtgröße von 2GB abspeichern. Es gibt jedoch auch einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, mit deren Hilfe man den Speicher auf maximal 32GB erweitern kann. Der Tolino ließt sowohl das eBook-Format EPUB als auch PDF- und TXT-Dateien, womit sehr viel an Lesestoff abgedeckt wird. Der einzige Haken ist, dass die eBook-Formate von Apple und Amazon nicht gelesen werden können.
Tagsüber kann man den Tolino rein über das Display lesen, ohne dass man eine Bildschirmbeleuchtung benötigt. Dadurch spart man einiges an Akkuleistung und erhöht die Lesezeit enorm. Wenn es dunktel wird un man keine Lampe bei sich hat, kann man den Tolino Shine aber auch selbst zum leuchten bringen und einfach weiterlesen.
Die Bedienung des Tolino ist simpel und kaum komplexer als die eines richtigen Buches. Außer dem Touchscreen gibt es nur drei weitere Bedienungstasten. Eine davon schaltet das Gerät ein und aus und kann es bei kurzem Antippen in einen Standby-Modus versetzen, in dem es nun nahezu keinen Strom mehr verbraucht. Die zweite schaltet die Hintergrundbeleuchtung ein und aus und die dritte, die sogenannte „Home“-Taste, bringt einen immer wieder zum Ausgangsmenü zurück. Unter der Abdeckungsklappe für den Stromanschluss befindet sich außerdem ein kleiner Resetknopf, mit dem man den Tolino neu starten kann, wenn er abgestürzt ist. Um neue Bücher auf dem Tolino zu installieren, kann man sie entweder direkt über wLAN herunterladen oder mit Hilfe der Micro-SD-Karte oder eines Micro-USB-Anschlusses von einem Computer übertraugen. Ungeschützte Bücher können dann sofort gelesen werden. Bücher, die mit einer sogenannten DRM geschützt wurden, muss man nach dem Kauf registrieren und freischalten lassten. Dazu braucht man eine wLAN-Verbindung und eine sogenannte Adobe-ID. Wenn das Gerät abstürzt kann es passieren, dass man die Einrichtung und die Freischaltung noch einmal wiederholen muss, was ärgerlich ist, wenn man sich gerade in einem Gebiet ohne wLAN aufhält. Dies ist uns auf der gesamten Reise jedoch nur ein einziges Mal passiert. Ansonsten läuft der Tolino einwandfrei und hat uns schon oft mit Lesestoff versorgt, wenn alle anderen Geräte ihren Dienst aufgrund von Akku-Knappheit eingestellt haben. In Notzeiten hat uns der Tolino sogar beim Navigieren geholfen, da wir auf ihm, Wanderkarten im PDF-Format abspeichern konnten.

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