Familienschutzprojekt: Ein starker Baum braucht gesunde Wurzeln

Ein kluger Mann sagte einmal: „Die Familie ist die Mutter der Nation.“ Unsere Familie ist unser Ursprung, unsere Wurzel und sie prägt unser Leben wahrscheinlich mehr als alles andere auf der Welt. Unsere Eltern sind die ersten Menschen, von denen wir etwas lernen. Bereits im Bauch unserer Mutter nehmen wir die Welt war und erfahren sie dabei wie durch einen Filter, den unsere Mutter uns durch ihre eigene Weltsicht vorgibt. Wir erleben ihre Gedanken und Gefühle mit, als wären sie unsere eigenen und werden so bereits durch sie geprägt, noch ehe wir das Licht der Welt erblicken.
Wenn wir dann geboren wurden, lernen wir durch unsere Eltern, wie wir unsere Welt wahrnehmen. Ihre Wahrheiten werden zu unseren Wahrheiten, ihre Hoffnungen zu unseren und ihre Ängste werden unsere Ängste. Erst später entwickeln wir die Fähigkeit, selbst zu beurteilen, welche Ansichten, Überzeugungen und Glaubensmuster wir in unsere Weltsicht integrieren wollen oder nicht. Doch dann sind wir bereits stark durch unsere Familie geprägt. Aus diesem Grund ist die Familie so unglaublich wichtig für unser Leben. Ohne sie sind wir wie ein Baum ohne Wurzeln. Wir haben keinen Halt, wissen nicht warum wir der sind, der wir sind und können unsere eigene Persönlichkeit nicht verstehen.
Oft glauben wir, dass die größte Macht in unserer Gesellschaft der Staat ist in dem wir leben. Die Politiker erschaffen Gesetze, nach denen wir uns richten und die wir einhalten müssen. Doch verglichen mit unserer eigenen Familie ist der Einfluss des Staates auf uns relativ gering. Das Gefühl für Recht und Unrecht lernen wir nicht vom Staat, sondern von unseren Eltern. Diese kleinen Familienkreise sind es, die unsere gesamte Gesellschaft stützen, am Laufen halten und wenn nötig wieder aufbauen.
Als Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche lag, waren es vor allem die Familien, die es wieder aufbauten. Es waren die Mütter, die ihren Kindern und sich selbst wieder ein zuhause erschaffen wollten und die so die Organisation für den Wiederaufbau einer ganzen Nation in die Hand nahmen.

Ein geschützter Rahmen für eine gesunde Entwicklung

Schon seit Urzeiten waren die Familienclans der wichtigste Bezugspunkt eines jeden Menschen. Es war eine Gruppe von Vertrauten, die einem besonders Nahe stand, die füreinander da war und die einen auf dem eigenen Lebensweg unterstützte. An dieser Idee hat sich bis heute nichts geändert. Nur die Umsetzung hat sich im Laufe der Zeit sehr stark gewandelt.
In den Naturclans war es Tradition, dass die Kinder von den Großeltern unterrichtet und gelehrt wurden. Der Familienzusammenhalt bezog sich nicht nur auf den kleinen Kreis von Vater, Mutter, Kind, sondern auf den gesamten Clan. So waren in einem indigenen Clan circa 35 Personen direkt oder indirekt für die Erziehung eines Kindes verantwortlich. Durch diese Arbeitsteilung entstand bei den Eltern kein Stress und das Kind hatte die Möglichkeit frei zu wählen, von wem es lernen wollte. Demzufolge gab es im Erziehungsklan für jeden Lernprozess einen Spezialisten. Auch wenn die Mutter oder der Vater ein Kindheitstraumata unbearbeitet hatte, musste das Kind diese Lektion des Lebens nicht von den Eltern annehmen, da es die Möglichkeit hatte, frei zu wählen, von wem es lernen will.
Innerhalb dieses Clanwesens konnten sich die Kinder spielerisch entfalten und so auf natürliche Weise alles lernen, was sie zum Leben brauchten. Die eigentliche Erziehungsarbeit leisteten dabei die Großeltern, denn die Eltern befanden sich in der aktiven Phase ihres Lebens. Sie waren dafür zuständig, den Clan zu versorgen, Essen, Wasser, Feuer und Unterkünfte bereit zu stellen, das Überleben zu sichern, Feinde abzuwehren und das alltägliche Leben zu gestalten. Sie befanden sich im Süden, also im Sommer ihres Lebens. Die Großeltern hingegen befanden sich im Westen, also im Lebensherbst. Sie hatten die aktive Phase bereits hinter sich, hatten Unmengen an Erfahrungen gesammelt und waren nun bereit dafür, ihr Wissen als Mentoren an die junge Generation weiterzugeben. Auf diese Weise gab es für alles eine Zeit im Leben und jede Generation konnte von der anderen profitieren.
In unserer modernen Gesellschaft ist das Familiensystem leider nicht mehr ganz so übersichtlich aufgeteilt. Ein Clanwesen gibt es nicht mehr und die Eltern sind mit der Erziehung ihrer Kinder meist auf sich allein gestellt. Mehr noch, Schnitt wird heute jede zweite Ehe wieder geschieden, so dass die Kinder am Ende häufig nur noch mit einem Elternteil aufwachsen. Wie aber sollen sie lernen, einen gesunden Bezug zu ihrer Männlichkeit oder Weiblichkeit aufzubauen, wenn sie niemanden mehr haben, der sie ihnen vorleben kann? Da die Großeltern an der Erziehung in der Regel nicht mehr beteiligt sind, müssen sich die Eltern gleichzeitig um die Versorgung der Familie und um ihre Kinder kümmern. Dadurch kommt häufig eine Seite zu kurz und es wird zu einem fast unlösbaren Spagat, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen. Oft wachsen dadurch selbst Kinder eines intakten Elternhauses fast ohne Väter auf, da die Väter so viel Zeit auf der Arbeit verbringen, dass ihre Kinder sie kaum noch als Bezugspersonen wahrnehmen können. Die Großeltern, die in dem ganzen System nun überhaupt keinen Platz mehr haben, werden am Ende in ein Altenheim abgeschoben, in dem sie häufig mehr auf ihren Tod warten, als dass sie noch wirklich am Leben teilnehmen.

Das Lied des Lebens

In Afrika gibt es einen Clan, bei dem jedes Kind auf eine ganz besondere Weise ins Leben gerufen wird. Wenn eine Frau das Gefühl bekommt, dass die richtige Zeit gekommen ist, um ein Baby zu empfangen, dann setzt sie sich unter einen Baum und meditiert so lange, bis ihr eine Melodie in den Kopf kommt. Diese Melodie ist die Melodie ihres zukünftigen Kindes. Sie bleibt so lange sitzen, bis sie das Lied vollkommen verinnerlicht hat. Dann kehrt sie nach hause zurück, bringt es ihrem Mann bei und erst wenn auch er es singen kann schlafen sie mit einander um das Kind zu zeugen. Es ist nun kein gewöhnlicher Sex mehr, sondern eine Vereinigung, bei der das Kind bereits von der ersten Sekunde seiner Entstehung an willkommen geheißen wird. In den folgenden neun Monaten der Schwangerschaft bringt die werdende Mutter das Lied allen Frauen des Clans bei und der Mann lehrt es allen Männern. Auf diese Weise kann sich der ganze Clan auf das neue Leben einstellen, das bald in seine Mitte treten wird. Bei der Geburt wird dem Kind das Lied auf sanfte weise vorgesungen, damit es weiß, dass dies seine Melodie ist. Es ist eine Melodie, die das Kind sein ganzes Leben begleiten wird. Es ist die Melodie seines Herzens und seines Lebens.
Wenn ein Mensch in diesem Clan eine Straftat begeht und einem anderen Leid zufügt, dann wird er dafür nicht bestraft. Es wird ein Kreis einberufen, an dem alle Clanmitglieder teilnehmen. Der Leidensverursacher sitzt dann in der Mitte des Kreises, umgeben von seiner Familie und jedes Clanmitglied singt seine ganz persönliche Melodie des Lebens. So lange, bis sich der Mensch wieder daran erinnert, wer er ist und dass er im Herzen mit jedem anderen Clanmitglied verbunden ist. Auf diese Weise spürt er, dass er geliebt wird und dass er keinem anderen ein Leid zufügen kann, ohne sich dabei selbst zu verletzen.
Ihr merkt also, dass es durchaus Unterschiede gibt, wie man im Rahmen seiner Familie aufwachsen kann. Je moderner, technisierte und industrialisierter unsere Welt wird, desto stärker rückt das Familiengefühl in den Hintergrund und mit ihm geht auch ein Großteil unserer Menschlichkeit verloren.

Was bedeutet Familienschutz?

Das Wort „Familie“ in unserem Projekt Familienschutz steht also nicht nur für die Familie selbst, sondern stellvertretend für alle Phasen des Menschseins. Jeder Mensch ist Teil einer Familie und die meisten von uns durchlaufen in ihrem Leben verschiedene Familienrollen.
Wir haben uns lange überlegt, wie wir am sinnvollsten einen Beitrag zur Unterstützung von Menschen, Familien und Kindern leisten können, der auch dort ankommt, wo er ankommen soll. Es gibt unzählige Projekte in diesem Bereich. Einige von ihnen leisten eine großartige Arbeit, andere nutzen das Leid der einen und das Schuldgefühl der anderen aus, um sich selbst zu bereichern. Die Frage lautete also: Wie kann ich sicher gehen, dass ich nicht nur spende ohne zu wissen ob ich damit auch etwas erreiche, sondern dass ich wirklich hilfreich bin?
Wenn wir an Spenden denken, dann denken wir dabei meist an eine Summe Geld, die wir auf das Konto eines gemeinnützigen Vereines überweisen. Doch es gibt weit mehr Wege, um unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen, als Geld zu spenden. Um einen Beitrag leisten zu können braucht man kein Geld sondern nur ein Herz und ein bisschen Kreativität. Eine alte Weisheit sagt:
„Wenn du die Welt verändern möchtest, dann verändere dein Land. Wenn du dein Land verändern möchtest, dann verändere deine Stadt. Wenn du deine Stadt verändern möchtest, dann verändere deine Straße. Wenn du deine Straße verändern möchtest, dann verändere dein Haus. Und wenn du dein Haus verändern möchtest, dann verändere dich“
Es sind oft nicht die großen Dinge, die großes bewirken, sondern die kleinen, alltäglichen. Eine Revolotion hat in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie eine wirkliche Veränderung erbracht. Am Ende waren jedes mal neue Menschen an der Macht, doch die Probleme blieben stets die gleichen. Eine Veränderung im Alltag jedoch, eine Veränderun all der kleinen Dinge, die wir tagtäglich tun, führt dazu, dass sich stück für Stück unser ganzes Leben ändert. Denn unser Leben besteht nicht aus einem einzigen großen Paukenschlag. Es ist eine Synphonie von lauter kleinen Momenten, die alle zusammenspielen und gemeinsam das große Kunstwerk unseres Lebens ergeben.
Wenn ihr also dazu beitragen wollt, dass das Leben auf unserem Planeten schöner, leichter, angenehmer, friedlicher, herzlicher und paradiesischer wird, dann ist es der erste Schritt all diese Qualitäten in euer eigenes Leben zu ziehen. In euer Leben und in das der Menschen in eurer Umgebung. Das größte Problem unserer Gesellschaft ist nicht die Atomkraft und es ist auch nicht die Korruption unserer Politiker. Es ist die Tatsache, dass wir es Stück für Stück zugelassen haben, dass wir immer mehr von unserer Lebendigkeit verlieren. Wir sind Bewohner dieses Planeten und als solche sind wir hier genauso einheimisch wie Eichhörnchen, Wale, Ameisen und Schmetterlinge. Doch wir haben uns so weit von unseren Wurzeln entfernt, dass wir uns kaum noch daran erinnern können. Wie sonst hätte es passieren können, dass wir es zulassen, dass man unser Essen mit mehr Pestiziden, Düngemitteln und chemischen Zusatzstoffen vergiftet, als wir uns überhaupt vorstellen können? Wie sonst könnten wir tatenlos zusehen, wie wir zu kleinen Rädchen in einer Industriemaschine werden, die unsere eigene Gesundheit, unser Leben, unseren Planeten und all seine Bewohner nach und nach zerstört? Wie sonst könnten wir zulassen, dass wir uns über Medien, Medikamente und Suchtstoffe kontrollieren und manipulieren lassen? All dies ist nur möglich, weil wir vergessen haben, dass wir nicht nur Arbeitsmaschinen und Systemrädchen, sondern göttliche Lebewesen sind. Wesen, also die Leben, die lebendig sind und die ihre eigene Lebendigkeit in die Welt hinaus strahlen. Genau das ist es, was die Welt braucht. Menschen, die Lebendig sind und die ihr inneres Leuchten nach außen strahlen.

Hilf mit, die Erde wieder in ein Paradies zu verwandeln!

Wenn wir also dazu beitragen wollen, dass dieser Planet wieder zu dem Paradies wird, das er eigentlich sein sollte, dann können wir am einfachsten damit beginnen, die unseren Fokus wieder mehr auf das Leben, mehr auf die Freude und mehr auf die Dankbarkeit auszurichten. Geben heißt bekommen. Das war wir nach außen geben ist das, was wir selbst zurückbekommen. Und die Art, mit der wir uns selbst begegnen, ist auch die Art, mit der unsere Außenwelt auf uns reagiert.
Was könnte also wirkungsvoller sein um einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten, als Freude, Herzlichkeit und Wärme in die Welt zu bringen?
Schenken wir unseren Mitmenschen also nicht nur Geld, spenden wir nicht nur eine beliebige Summe auf das anonyme Konto eines unbekannten Hilfsprojektes. Spenden wir Zeit, Liebe, Freude, Herzlichkeit und Freundschaft. Das ist es, was unserer Gesellschaft fehlt, so dass unsere Familien nicht mehr die heilende, schützende und erschaffende Kraft haben, die sie einmal hatten.
Macht euch selbst und anderen wieder öfter eine Freude. Unternehmt lange Waldspaziergänge, legt euch im Sommer auf eine grüne Wiese und schaut den Wolken zu, wie sie voller leichtigkeit über euch hinweg ziehen. Nehmt euch zeit für euch selbst, kocht euch etwas leckeres, legt euch entspannt in die heiße Badewanne, massiert eure eigenen Füße und werdet euch selbst ein guter Freund. Genauso, wie ihr nun euch begegnet und euch selbst eine Freude macht, könnt ihr auch anderen begegnen. Schenkt eurem Partner eine wohltuende Massage, ladet ihn wieder einmal zu einem selbst gekochten Festmahl ein, schreibt ihm ein Gedicht, wenn ihr dichten könnt oder sagt ihm sonst ein paar nette Worte. Schnappt euch ein gelangweiltes Nachbarskind und nehmt es mit auf eine Entdeckungsreise. Klärt das Ganze aber vielleicht vorher mit den Eltern ab, nicht dass ihr noch wegen Kindesentführung verhaftet werdet. Veranstaltet einen Leseabend mit knisterndem Kaminfeuer, heißem Tee und spannenden Büchern. Helft jemandem bei den Hausaufgaben oder bei Liebeskummer oder beim Stress mit den eigenen Eltern. Besucht eure eigenen Großeltern oder auch die von jemand anderem im Altenheim, spielt mit ihnen Scrabble oder Mühle, lauscht ihren Geschichten oder erzählt ihnen eure eigenen. Nehmt einer gestressten Hausfrau etwas Arbeit ab und helft ihr beim Abwasch oder unterstützt einen Techniklegasteniker dabei, seine Computerprobleme zu helfen. Tut all dies aber nur, wenn ihr wirklich Freude daran habt. Alles, das nicht mit Liebe gemacht wird, verursacht Leid, egal wie gut es auch gemeint sein mag. Wenn ihr Abwaschen hasst, dann hütet euch davor, jemandem damit einen Gefallen tun zu wollen. Findet raus, wofür ihr euch begeistern könnt, und teilt diese Begeisterung mit anderen. Dies ist es, wie ihr die Welt wieder in ein Paradies verwandeln könnt.
Gerne könnt ihr eure Erfahrungen und Ideen hier auf der Seite teilen. Wir haben nur eine winzige Auswahl der Ideen geliefert, die möglich sind und freuen uns über viele weitere Anregungen. Ispiriert auch hier eure Mitmenschen mit guten Ideen und ermutigt sie zu netten Kleinigkeiten oder ausgefallenen Aktionen, mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt.

Mit dieser Spende könnt ihr uns und den Aufbau unseres Charity-Walks unterstützen.

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Ich helfe Jetzt! – Ein Projekt, das Hilfe dort hinbringt, wo sie benötigt wird

Mit ichhelfe.jetzt haben wir außerdem eine Möglichkeit gefunden, klassisches Spenden mit direkter, persönlicher Unterstützung zu kombinieren.
„Ich helfe jetzt“ ist ein Projekt, das es ermöglicht, direkte Hilfe zu leisten ohne dass dafür Geld von einem Konto auf ein anderes fließen muss. Die beiden Dresdner Johannes und Anja Bittner haben sich 2011 Gedanken darüber gemacht, wie sie die Menschen unterstützen können, die aufgrund verschiedenster Probleme ihre Heimat verlassen und als Flüchtlinge nach Deutschland auswandern mussten. Heute ist dieses Thema aktueller als je zuvor und es wird auf unterschiedlichsten Ebenen diskutiert und behandelt. Jetzt in diesem Moment sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. So viele Flüchtlinge auf einmal gab es seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr. Rund die Hälfte von ihnen stammt aus Syrien, Afganistan und Somalia. 2014 kamen laut offiziellen Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks allein 218.000 Menschen aus Afrika und Asien mit dem Boot über das Mittelmeer nach Europa. 3500 weitere überlebten die Überfahrt nicht. Wie gesagt, nach offiziellen Angaben. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.
Mit 1,59 Millionen aufgenommenen Flüchtlingen ist die Türkei als Gastland der Spitzenreiter, dicht gefolgt von Pakistan mit 1,51 Millionen Menschen. Vergleicht man die Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen jedoch mit der Größe und Einwohnerzahl des Landes, dann führt der Libanon die Liste der Gastländer mit großem Abstand an. Das kleine Land hat selbst nicht einmal vier Millionen Einwohner und hat rund 1,15 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Bei diesem Vergleich liegt Deutschland als Flüchtlingsgastland gerade einmal auf Platz 50, doch wenn man die gestellten Asylanträge betrachtet, landen wir nach Russland auf dem zweiten Platz. 2014 beantragten mehr als 170.000 Flüchtlinge in Deutschland Asyl, das waren fast 60% mehr als im Vorjahr. Rund 40.000 von ihnen stammten aus Syrien, 13.000 aus Eritrea und 9.000 aus Afganistan. Denn für die meisten Flüchtlinge sind die Nachbarstaaten, nur für kurze Zeit ein sicherer Aufenthaltsort. Wenn sie ihre Heimat verlassen haben, landen sie automatisch auf der anderen Seite der Grenze. Doch fast immer treibt es sie weiter in Regionen, in denen es die Möglichkeit für eine längerfristige Versorgung und die Infrastruktur für einen sicheren Aufenthalt gibt. So landen schließlich rund 3.1 Millionen Flüchtlinge in Europa. Nach Deutschland und Schweden kommen außerdem die meisten Flüchtlingskinder, die ohne ihre Eltern fliehen mussten oder die ihre Eltern auf dem Weg verloren haben. Und auch in Zukunft scheint sich die Lage nicht allzu schnell zu verbessern. Bürgerkriege, politische Unruhen und allgemeine Unsicherheit machen den meisten Flüchtlingen eine Rückkehr in ihre Heimat zunächst unmöglich. Nach angaben des Flüchtlingshilfswerkes können im kommenden Jahr wohl nur rund 126.800 Flüchtlinge zurück nach Hause gelangen. Das bedeutet, dass es sich bei dem Zusammenleben zwischen den Einheimischen der Gastländer und den Flüchtlingen nicht nur um eine kurze Übergangsphase sondern um einen mittelfristigen Dauerzustand handelt. Das kann nur funktionieren, wenn sich alle Beteiligten aufeinander einstellen, sich gegenseitig respektieren und unterstützen.
Um das zu ermöglichen gibt es verschiedenste Organisationen, die sich um die Aufnahme und die Versorgung der Flüchtlinge kümmern und die dazu beitragen, dass in Deutschland ein friedliches und harmonisches Miteinander von Einheimischen und Neuankömmlingen möglich ist. Sie errichten Flüchtlingscamps, kümmern sich um die Versorgung mit Nahrung und Gebrauchsgütern und sorgen dafür, dass der Aufenthalt für die Flüchtlinge nicht nur eine Aufbewahrung sondern ein echtes, menschenwürdiges Leben ist. All diese Organisationen sind jedoch darauf angewiesen, dass sie Güter, Waren, Hilfskräfte, Freiwillige und Ideen haben, mit denen sie die Flüchtlinge unterstützen können. Und genau hier kommt ichhelfe.jetzt ins Spiel.
Die kleine Organisation, die von dem gemeinnützigen Verein „Dresden – Place tob e e.V.“ getragen wird, sammelt über ihre Website Hilfsangebote von Menschen, die ihren eigenen, persönlichen Beitrag leisten wollen und leitet diese an die entsprechenden Hilfsorganisationen weiter. Dabei ist es völlig egal, welcher Art die Hilfe ist. Sachspenden sind ebenso willkommen wie Unterstützung durch freiwillige Arbeitskraft oder auch aufmunternde, positive und unterstützende Worte. Die Helfer können ihr Hilfsangebot auf der Seite eintragen und dieses wird dann automatisch an die Hilfsorganisationen gesendet, die mit ichhelfe.jetzt zusammenarbeiten. Anschließend können sich die Hilfsorganisationen die Angebote anschauen und diese auswählen, die für sie gerade von Bedeutung sind. Der Helfer wird dann informiert und seine Hilfe in die Tat umsetzen.
Um sicherzugehen, dass die Hilfsorganisationen, die am Ende unterstützt werden, auch wirklich vertrauenswürdig sind, werden alle direkt und persönlich von den Mitarbeitern  Ich Helfe Jetzt überprüft. Wenn ihr wissen möchtet, welche Organisationen dabei sind, könnt ihr euch unter diesem Link die Liste anschauen: Projektliste
Wenn ihr selbst einer Hilfsorganisation angehört, die sich um Flüchtlinge in Deutschland kümmert und ihr diese bei ichhelfe.jetzt anmelden wollt, dann könnt ihr hier weitere Informationen anfordern:  Registrierung für Hilfsorganisationen
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